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Bei Salmiak in Süßigkeiten muss man aufpassen – Lakritz

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Salmiak: Ist der Aromastoff in Süßigkeiten gesund?

Viele lieben den herben Geschmack von Lakritz und mögen ihn vor allem dann, wenn noch Salmiak als Geschmacksstoff enthalten ist.
Salmiak wird schon sehr lange als ein traditionelles Naturheilmittel geschätzt. Wenn Sie aber zu viel davon konsumieren, können Sie Ihrer Herzgesundheit schaden.

Was ist Salmiak?

Salmiak ist der Mineralstoff Ammoniumchlorid. Es gibt weltweit nur etwas über 100 Abbaustätten für das nicht weit verbreitet findbare Mineral. Man findet es vor allem in Vulkankratern und in manchen Kohlebergwerken. Wir kennen Salmiak als herben Aromastoff für Salmiaklakritz und Salmiakpastillen.

Süßigkeiten mit viel Salmiak und Salz werden hierzulande als Erwachsenenlakritz verkauft, da Kinder den Geschmack oft nicht mögen und Salmiak bei den Kleinen verstärkt in höheren Dosen zu einer Übersäuerung des Blutes führen kann.
8 % Salmiak dürfen Produkte enthalten, um noch als Süßigkeit eingestuft zu werden. Ist mehr Salmiak enthalten, so wird es in der Apotheke verkauft, das Produkt ist dann ein Arzneimittel.

Weshalb wird Salmiak konsumiert?

Manche sprechen Salmiak und Lakritz, die ja oft in Kombination vorkommen, eine beruhigende Wirkung auf den Magen zu. Es soll überdies verdauungsregulierend wirken und dabei helfen, dass üppige Mahlzeiten bekömmlicher sind. Außerdem gilt Salmiak als Heilmittel, das traditionell zur Behandlung von Halsentzündungen und Irritationen im Mundraum eingesetzt wird. Salmiaksalz wirkt auch desinfizierend, da es den pH-Wert des Speichels absenkt und auf diese Weise Bakterien abtötet.

Welche gesundheitlichen Risiken birgt Salmiak?

Man muss Salmiak und Lakritz nicht verteufeln. Kindersüßigkeiten enthalten so wenig davon, dass sie als vollkommen unbedenklich gelten.
Nimmt man eine Überdosis Salmiak zu sich, besteht durchaus das Risiko, den Körper zu übersäuern. Man muss aber schon extrem viel Süßigkeiten dieser Art zu sich nehmen, um sich einen Schaden zufügen zu können. Aber es gibt Menschen, die aus Gewohnheit bei jeder Gelegenheit Salmiaklakritz essen. Deshalb muss ich es auch hier sagen: Die Dosis macht das Gift.

Die tückische Salmiak-Schwester: Lakritz

Eine viel bedeutendere Gefahr als von Salmiak geht vom beliebten Lakritz aus. Wird Lakritz überdosiert, können Herz-Kreislauf-Störungen eine mögliche Folge sein.
Die Süßholzwurzel, aus der das Extrakt gewonnen wird, aus dem Lakritz gemacht wird, enthält den hormonähnlichen Stoff Glycyrrhizin. Dieser entzieht Ihrem Körper Kalium und bewirkt, dass der Blutdruck ansteigt.
Mehr als 50 Gramm Lakritz sollten Sie deshalb pro Tag nicht regelmäßig naschen.

Fazit

Es ist bei herkömmlichen Süßigkeiten (etwa von HARIBO usw.) sehr unwahrscheinlich, dass man bei normalem Naschen Salmiak oder Lakritze so stark überdosiert, dass die Gesundheit darunter akut leidet. Solange Sie dich an die Verzehrempfehlung auf der Packung halten, sind Sie auf der sicheren Seite und kommen in den Genuss der gesundheitsfördernden Wirkungen von Salmiak und Süßholz.

Bildquellen

  • salmiak-pw: Peter Wilhelm
Lesezeit ca.: 3 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: 16. Dezember 2022 | Peter Wilhelm 16. Dezember 2022

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